• Amon Thein

So entwickeln wir ein gerechtes Gehalt für Schwarzseher

Kann es eine von allen Mitarbeiter:innen als gerecht empfundene Gehaltsstruktur geben? Dieser kleinen Utopie gehen wir bei Schwarzseher nach. Hier teilen wir mit euch unsere bisherigen Erkenntnisse.


Ende letzten Jahres haben wir alle gemeinsam in einem Workshop begonnen, unsere Vorstellungen zu sammeln und zu diskutieren. Mit dem dort gegründeten Gehaltsrat haben wir dann verschiedene Modelle recherchiert, die dort draußen bereits im Einsatz sind und ähnliches versuchen (Props gegen raus an u. a. Goldeimer und einhorn products GmbH, die ihre Prozesse und Tools öffentlich geteilt haben).


Ich selbst als Geschäftsführer merke dabei immer wieder, dass mir diese kleine Utopie ein absolutes Herzensprojekt ist. So viel Frust und unschöne Gefühle sind in unserer heutigen Arbeitswelt mit dem Thema Geld verbunden. So viel verschenktes positives Potenzial. Was, wenn man das lösen könnte? Ich war (fast) immer selbstständig, andere Kolleg:innen haben vorher in Medienhäusern, Konzernen oder anderen Agenturen gearbeitet. Es ist so spannend, die unterschiedlichen Perspektiven darauf kennenzulernen.


Es braucht ein Update für unser Gehalt


Wir haben seit einigen Jahren eine selbstentwickelte Lösung im Einsatz, bei der alle denselben Stundensatz verdienen (Ja, auch ich über lange Zeit). Wir haben also schon eine kleine Utopie gelebt. In der Zwischenzeit sind wir allerdings von 8 auf 16 Mitarbeiter:innen angewachsen. Dabei wurde klar: unser Gehalt braucht ein Update, weil sich das bisherige Modell für die alten und neuen Schwarzseher:innen nicht (mehr) ganz richtig anfühlte.


Wir haben nach einigen Runden im Gehaltsrat nun eine erste Version entwickelt. Sehr bald werden wir den aktuellen Entwurf für unser Gehalt 2.0 unseren Kolleg:innen vorstellen können und mit dem Feedback anschließend iterieren. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Reaktionen sein werden. Es war bisher jedenfalls eine tolle und eine spannende Reise, bei der wir mit großer Offenheit aufeinander zugegangen sind und das Thema Geld und Verdienst aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet haben.


Verdient ein Autodidakt mehr oder weniger als Studierte?


So viele spannende Fragen kamen dabei auf, über die man sich viel, viel länger noch austauschen könnte. Wie geht man mit dem Thema Inflation um? Wollen Mitarbeiter:innen eigentlich an möglichen Gewinnen beteiligt werden, die sie ja selbst mit erwirtschaftet haben? Welche Anreize kann eine Gehaltsstruktur bieten, Verantwortung zu übernehmen und die vorhandene gut zu verteilen? Müsste ein Autodidakt ohne Studium oder Ausbildung (wie ich!) weniger verdienen als ein:e Kolleg:in mit Ausbildung? Wie geht man mit dem Nervthema Überstunden um?


Schon jetzt ist klar: das ist der Anfang eines fortwährenden Austausches. Und das finde ich großartig! Wir wollen eine Struktur schaffen, die regelmäßig ein Update bekommen kann. Damit es sich immer wieder neu gerecht anfühlt. Habt ihr auch schon Erfahrungen mit alternativen Gehaltsmodellen gesammelt? Ich freue mich sehr, wenn ihr mit uns eure Erfahrungen teilt. Vielen Dank im Voraus - we keep you posted!

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